{"id":12940,"date":"2026-03-16T16:42:02","date_gmt":"2026-03-16T15:42:02","guid":{"rendered":"https:\/\/wernerwilmes.eu\/fotoblog\/?p=12940"},"modified":"2026-03-18T07:26:17","modified_gmt":"2026-03-18T06:26:17","slug":"foto-oder-film-eine-frage-der-weltanschauung-teil-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wernerwilmes.eu\/fotoblog\/foto-oder-film-eine-frage-der-weltanschauung-teil-1\/","title":{"rendered":"Foto oder Film \u2013 Eine Frage der Weltanschauung &#8211; Teil 1"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-post\" data-elementor-id=\"12940\" class=\"elementor elementor-12940\" data-elementor-post-type=\"post\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-f858c02 e-flex e-con-boxed e-con e-parent\" data-id=\"f858c02\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-8d1cc89 elementor-widget elementor-widget-heading\" data-id=\"8d1cc89\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"heading.default\">\n\t\t\t\t\t<h1 class=\"elementor-heading-title elementor-size-default\">Foto oder Film \u2013 Eine Frage der Weltanschauung - Teil 1<\/h1>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-c35c261 e-flex e-con-boxed e-con e-parent\" data-id=\"c35c261\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-a40f497 elementor-widget__width-initial elementor-widget elementor-widget-image\" data-id=\"a40f497\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"image.default\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"2560\" height=\"1429\" src=\"https:\/\/wernerwilmes.eu\/fotoblog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Creavid05-NB2-scaled.jpg\" class=\"attachment-full size-full wp-image-12941\" alt=\"Weltanschauung Foto oder Film Kameramann filmt Schiff\" srcset=\"https:\/\/wernerwilmes.eu\/fotoblog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Creavid05-NB2-scaled.jpg 2560w, https:\/\/wernerwilmes.eu\/fotoblog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Creavid05-NB2-300x167.jpg 300w, https:\/\/wernerwilmes.eu\/fotoblog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Creavid05-NB2-768x429.jpg 768w, https:\/\/wernerwilmes.eu\/fotoblog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Creavid05-NB2-1536x857.jpg 1536w, https:\/\/wernerwilmes.eu\/fotoblog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Creavid05-NB2-2048x1143.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-d8b8982 elementor-widget elementor-widget-heading\" data-id=\"d8b8982\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"heading.default\">\n\t\t\t\t\t<h2 class=\"elementor-heading-title elementor-size-default\">Eine Serie in mehreren Teilen, interessant f\u00fcr Foto oder Film - Interessierte.<\/h2>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-839104c elementor-widget__width-initial elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"839104c\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p><strong>Das Erlebte festhalten \u2013 Ein langer Weg<\/strong><\/p>\n<p>Menschen \u00fcben sich schon seit Urzeiten darin, ihre Welt abzubilden. Sie haben Motive in Felsen gehauen, gemei\u00dfelt oder gemalt und ihre Techniken stets verbessert und verfeinert. Kupferstiche entstanden, die erstaunlich detailreiche Bilder erm\u00f6glichten. Die Malerei entwickelte sich und zeigt seit Jahrhunderten sogar in feinsten und langlebigen \u00d6lfarben, was der Planet zu bieten hat. Irgendwann wurde dann die Fotografie erfunden, deren Bilder sp\u00e4ter sogar das Laufen lernen sollten.<\/p>\n<p>Mittels Foto oder Film dokumentiert der Mensch seitdem alles, was ihm vor die Augen kommt, h\u00e4lt Momente fest oder erz\u00e4hlt Geschichten. Die Spezies auf zwei Beinen streitet sich sogar, welches das beste Mittel ist, Abbildungen zu schaffen. Es waren analoge Sch\u00f6pfungen, bis dann das Zeitalter der Digitalisierung begann. Der Zoff wurde gleich mit programmiert. Puristen und die Qualen der Moderne, sie trafen aufeinander.<\/p>\n<p>Man staunt, wie schnell das alles ging und m\u00fcsste heute schon gro\u00dfe M\u00fche auf sich nehmen, wollte man versuchen einen analogen Film zu kaufen, um dann abzulichten, was einem festzuhalten wert erscheint.<\/p>\n<p>Es ist eine Weltanschauung, egal wie man etwas festh\u00e4lt und mit welchen Mitteln. Die Welt anschauen, den Blick fixieren und das Resultat anderen Menschen zeigen.<\/p>\n<p><strong>Mein Weg in Sachen Film- und Fotografie<\/strong><\/p>\n<p>Nun kann ich dir einige Abs\u00e4tze Autobiografisches nicht ersparen.<\/p>\n<p>Als junger Mensch stand ich irgendwie auf Kriegsfu\u00df mit der Fotografie. Es war f\u00fcr mich schlichtweg unbefriedigend, was die alte Spiegelreflex meines Vaters festhielt. Und es war viel zu teuer. Es gab Mitsch\u00fcler, die entwickelten selbst. Mir fehlte der Wille, den Weg zu gehen und wenn ich fotografierte, wartete ich stets drei Wochen, bis Post vom Versandhaus kam, von Foto-Quelle. Warum viele Bilder so schrecklich aussahen, entzog sich meiner Kenntnis. Ich konnte mich nicht mehr daran erinnern, welche Einstellungen ich gew\u00e4hlt hatte. Iso, Blende, Verschlusszeit, ich h\u00e4tte Buch f\u00fchren m\u00fcssen f\u00fcr jede einzelne Aufnahme. YouTube-Tutorials halfen mir auch nicht, denn es gab sie Ende der 1960er nicht. Kein Facebook, kein Insta oder TikTok, unfassbar \u00f6de war die Zeit, gruselig. Kann sich das \u00fcberhaupt jemand vorstellen, in welcher Welt wir damals leben mussten? Es gab nicht mal einen Kaffee to go. Du kannst mich jetzt bedauern, was keinen Sinn macht, denn die Zeit damals war trotzdem geil.<\/p>\n<p>Nun, mit Film war das Erlangen von Erkenntnisgewinnen auch nicht besser. Die Normal-8mm-Canon meines Vaters benutzte ich nur experimentell. Der Lernfortschritt war derselbe. Wenn Foto-Quelle die entwickelte Filmrolle lieferte, waren die Aufnahmebedingungen l\u00e4ngst nicht mehr reproduzierbar. Das Ding mit dem Federlaufwerk lag dann f\u00fcr ewige Zeiten im Schrank.<\/p>\n<p><strong>Die 1980er \u2013 Alles analog, oder was?<\/strong><\/p>\n<p>Ok, machen wir einen Zeitsprung. Video wurde erfunden. 1982 hielt ich meine erste Kamera in der Hand, von Panasonic. Ein Henkelmann, eine gro\u00dfe Videokamera mit einem B\u00fcgelgriff obendrauf, so wie ihn Fernsehleute auf der Schulter tragen. F\u00fcr mich war das der Urknall. Ich brauchte keine YouTube-Tutorials, denn ich habe Augen im Kopf. Blitzschnell lernte ich durch Beobachtung, autodidaktisch sozusagen, warum Filme gut oder schlecht waren. Ich musste nur ins Kino gehen oder den Fernseher einschalten. Der goldene Schnitt? Die Drittel-Aufteilung? Keine Ahnung, was das war, die Begriffe kannte ich nicht. Aber ich konnte sehr wohl sehen, welche Einstellungen und Bildkompositionen gut aussahen und welche nicht. Das bewegte Bild verbunden mit Ton, das war sofort mein Ding. Ich lernte schnell, sehr schnell.<\/p>\n<p>Zwei Jahre sp\u00e4ter hatte ich die erste gr\u00f6\u00dfere Zuschauerzahl. Ich filmte einfach die Incentive-Reisen meines Arbeitgebers Allianz. Die \u00f6rtliche Leitung und meine Kollegen waren sich einig. \u201eDas ist ja wie im Fernsehen!\u201c, war der Tenor. Ich mache es kurz, mein Schnittplatz wuchs und wurde immer teurer. Irgendwann war es so viel Geld, das in mein semiprofessionelles Hobby floss, dass ein Stopp notwendig wurde und ich es f\u00fcr eine geraume Zeit zugunsten der Familienentwicklung an den Nagel h\u00e4ngen musste. Man nennt diese Jahre analoge Zeiten in Bezug auf die Sparten Film und Fotografie. Aber, es bahnte sich etwas Neues an.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-21cc497 e-flex e-con-boxed e-con e-parent\" data-id=\"21cc497\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-c5efc64 elementor-widget__width-initial elementor-widget elementor-widget-image\" data-id=\"c5efc64\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"image.default\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" width=\"2560\" height=\"1429\" src=\"https:\/\/wernerwilmes.eu\/fotoblog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/reavid04-NB2-scaled.jpg\" class=\"attachment-full size-full wp-image-12943\" alt=\"Kameramann mit Profikamera filmt am Kanal\" srcset=\"https:\/\/wernerwilmes.eu\/fotoblog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/reavid04-NB2-scaled.jpg 2560w, https:\/\/wernerwilmes.eu\/fotoblog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/reavid04-NB2-300x167.jpg 300w, https:\/\/wernerwilmes.eu\/fotoblog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/reavid04-NB2-768x429.jpg 768w, https:\/\/wernerwilmes.eu\/fotoblog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/reavid04-NB2-1536x857.jpg 1536w, https:\/\/wernerwilmes.eu\/fotoblog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/reavid04-NB2-2048x1143.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-a9be63e e-flex e-con-boxed e-con e-parent\" data-id=\"a9be63e\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-734a077 elementor-widget__width-initial elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"734a077\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p><strong>Digitales und Neuland<\/strong><\/p><p>Und nun wieder ein Zeitsprung. Ich bitte noch um ein klein wenig Geduld, nur noch ein paar Zeilen, dann komme ich zur Neuzeit.<\/p><p>Ich war l\u00e4ngst ausgewandert aus Deutschland und wohnte nun schon seit 2003 in Spanien. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel lie\u00df sich im Deutschen Bundestag zu dieser Aussage hinrei\u00dfen: \u201eDas Internet ist f\u00fcr uns alle Neuland!\u201c Diese Schlussfolgerung geboren aus einer genialen Erkenntnis heraus verbalisierte sie am 19. Juni 2013. Zu dem Zeitpunkt hatte ich an der spanischen Costa-Blanca bereits zehn Jahre Glasfaser-Internet und arbeitete bereits mehr als ein Jahrzehnt an Webseiten-Entwicklung. \u201eWie erstaunlich schnell die Politik doch technische Umbr\u00fcche erkennt\u201c, dachte ich damals. Eine Beobachtung, die ich sp\u00e4ter noch als wertvolle Lebenserfahrung bezeichnen werde.<\/p><p>Wir schreiben das Jahr 2014. Ich hielt doch tats\u00e4chlich wieder eine eigene semiprofessionelle Videokamera in der Hand. Wieder war es ein \u201eHenkelmann\u201c, wie damals und wieder stand Panasonic drauf. Ich beschloss \u201emeine Stadt\u201c D\u00e9nia zu portraitieren. Und f\u00fcr ein Storyboard machte ich nebenbei Fotos. Und dann die \u00dcberraschung, denn ich stellte die Fotos bei Facebook ins Merkels-Neuland-Internet.<\/p><p>\u201eWieder so ein Urknall\u201c, dachte ich, als mich die Resonanz erreichte. Die \u201eGemeinde\u201c fand meine Fotos super, toll, genial oder kommentierte mit anderen Wortsch\u00f6pfungen. Der steile Aufstieg meiner Fotografen-Karriere war gef\u00fchlt unaufhaltsam. In der Tat wurden meine Fotos immer besser und meine Technik auch. Schuld waren auch YouTube-Tutorials, die einen Lernfortschritt erm\u00f6glichten, der mir zuvor verg\u00f6nnt war. Und da IT ohnehin \u201emein Ding\u201c war, wurde die Nachbearbeitung mittels Lightroom und Photoshop schnell professionell.<\/p><p>Um es kurz zu machen, ich profilierte mich nicht nur als Filmemacher, sondern auch als Fotograf. \u201eDer Werner Wilmes macht die besten Fotos weit und breit\u201c, schrieb Michael Allhof, ein bekannter Journalist an der Costa-Blanca, in sein Facebook und meinte damit meine Stadt- und Landschaftsfotos in der Region Provincia Alicante. Zu dem Zeitpunkt hatte ich bereits einen YouTube-Kanal. Die Fotografie hatte bei mir ihren Zenit erreicht.<\/p><p><strong>Meine Webseite<\/strong><\/p><p>Und nun bin ich in der Neuzeit angekommen. Ich will dir etwas \u00fcber meine Webseite und das Thema Fotografie und Film (Video) erz\u00e4hlen.<\/p><p>Eigentlich begann es vor kurzer Zeit ganz n\u00fcchtern. Ich wollte meine Fotos von Flickr an einen eigenen Ort holen. Etwa dreitausend Bilder waren es. Sie sollten nicht irgendwo im gro\u00dfen Strom fremder Plattformen verschwinden, sondern auf einer eigenen Seite liegen \u2013 auf einem St\u00fcck Internet, das mir selbst geh\u00f6rt. Es geschah auch aus der Erkenntnis heraus, dass die Fotografie in eine kritische Phase geglitten war, eine Folge der technischen Entwicklung.<\/p><p>So entstand meine Website.\u00a0 Am Anfang war sie nichts weiter als ein Archiv. Ein Ort, an dem Bilder gesammelt werden konnten. \u00d6ffentlich und frei zug\u00e4nglich, f\u00fcr den Fall, dass sie jemand sehen m\u00f6chte. Mehr nicht.<\/p><p>Doch wie das manchmal im Leben ist: Wenn man beginnt, etwas zu ordnen, beginnt man auch dar\u00fcber nachzudenken. Mit der Zeit entstand um dieses Archiv herum mehr. Texte. Filme. Gedanken. Musik. Kleine Geschichten \u00fcber Orte, Landschaften und Beobachtungen.<\/p><p><strong>Haben Fotos heute noch einen Wert?<\/strong><\/p><p>Und irgendwann merkte ich: Die Fotos selbst r\u00fcckten immer mehr in den Hintergrund. Nicht, weil ich sie geringsch\u00e4tze. Fotografie hat f\u00fcr mich seit nun mehr zw\u00f6lf Jahren einen hohen Stellenwert und ist Teil meines Lebens geworden. Und sie hat auch aktuell f\u00fcr mich eine essenzielle Bedeutung in meiner Arbeit als Filmemacher. Ich nenne nur den Begriff \u201eStartframe\u201c. Insider wissen, was ich meine. Ich werde das noch erkl\u00e4ren. Aber die Fotografie als Genre steht auf wackeligen F\u00fc\u00dfen. Die Welt der Bilder hat sich grundlegend ver\u00e4ndert.<\/p><p>Bilder sind \u00fcberall. Jeder tr\u00e4gt eine Kamera in der Tasche. Milliarden Fotos werden t\u00e4glich aufgenommen und eine gigantische Zahl davon sofort \u00f6ffentlich gemacht. Und inzwischen entstehen sogar Bilder, ohne dass jemand \u00fcberhaupt an einem Ort gewesen sein muss. K\u00fcnstliche Intelligenz kann Landschaften erschaffen, die nie existiert haben. K\u00fcrzlich kamen die Menschen noch von einer Island-Reise und haben mit ihren Fotografien Menschen ins Staunen versetzt. Jetzt, nur kurze Zeit sp\u00e4ter erntet der Reisefan mit seinen Abbildungen oft gelangweiltes G\u00e4hnen.<\/p><p>In dieser Welt verliert das einzelne Foto zwangsl\u00e4ufig an Gewicht. Ein sch\u00f6nes Bild ist heute nichts Seltenes mehr.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-954373f e-flex e-con-boxed e-con e-parent\" data-id=\"954373f\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-68b10a3 elementor-widget__width-initial elementor-widget elementor-widget-image\" data-id=\"68b10a3\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"image.default\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" width=\"2560\" height=\"1922\" src=\"https:\/\/wernerwilmes.eu\/fotoblog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Gotland1-80x60-Kopie-scaled.jpg\" class=\"attachment-full size-full wp-image-12942\" alt=\"Schafe auf einer Wiese auf der Insel Far\u00f6 mit Reet gedecktem Haus\" srcset=\"https:\/\/wernerwilmes.eu\/fotoblog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Gotland1-80x60-Kopie-scaled.jpg 2560w, https:\/\/wernerwilmes.eu\/fotoblog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Gotland1-80x60-Kopie-300x225.jpg 300w, https:\/\/wernerwilmes.eu\/fotoblog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Gotland1-80x60-Kopie-768x576.jpg 768w, https:\/\/wernerwilmes.eu\/fotoblog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Gotland1-80x60-Kopie-1536x1153.jpg 1536w, https:\/\/wernerwilmes.eu\/fotoblog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Gotland1-80x60-Kopie-2048x1537.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-4a4d9d5 e-flex e-con-boxed e-con e-parent\" data-id=\"4a4d9d5\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-ef12c00 elementor-widget__width-initial elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"ef12c00\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p><strong>Wichtig, aber selten &#8211; Der Blick eines Menschen<\/strong><\/p><p>Vielleicht ist das der Grund, warum sich meine Wahrnehmung \u00fcber die Jahre gehalten, aber auch intensiviert hat. Wenn ich irgendwo stehe \u2013 in den Bergen, an der K\u00fcste, in einer weiten Landschaft \u2013 sehe ich nicht mehr zuerst ein Foto. Ich sehe eine Filmsequenz. Ich sehe Wolken, die langsam \u00fcber einen Bergr\u00fccken ziehen. Ich sehe Wind, der durch Grasfl\u00e4chen streicht. Ich sehe Licht, das sich \u00fcber eine Felswand bewegt.<\/p><p>Und fast gleichzeitig entsteht im Kopf eine Musik. Keine fertige Melodie. Eher eine Stimmung. Eine Klangfarbe. Diesen Sound, erinnere ich mich noch gut, gab es fr\u00fcher zu meinen Anfangsjahren in Sachen Video auch. Aber heute ist das wesentlich pr\u00e4senter, es nimmt mehr Einfluss auf mein Handeln.<\/p><p>Manchmal ist es ein ruhiger Klangteppich. Manchmal eine langsame Bewegung von T\u00f6nen, die mit den Wolken mitwandert. Es ist schwer zu beschreiben. Die Landschaft wirkt pl\u00f6tzlich wie eine Partitur. Der Wind wird zum Rhythmus. Das Licht zur Dynamik. Die Wolken zur Dramaturgie. Die Kamera kommt erst dann ins Spiel, ihre Nutzung bei der Aufzeichnung wird geleitet von meinen Ideen im Kopf, die auch von T\u00f6nen beeinflusst werden.<\/p><p>Sie ist nicht mehr das Werkzeug, um ein Bild einzufangen. Die Kamera ist eher ein Instrument, mit dem man Zeit beobachtet. Das Foto ist f\u00fcr mich oft der Anfang, ein Startframe, der eingefrorene Blick am Taupunkt.<\/p><p><strong>Fotografie als Nebenprodukt<\/strong><\/p><p>Heute ist die reine Fotografie eher ein Nebenprodukt. Tats\u00e4chlich habe ich bei meinen oft umfangreichen Dokumentarfilm-Produktionen gar keinen Sinn mehr frei, und schon gar nicht die Zeit, eine Szene, die ich filme, auch noch zu fotografieren. Da Aufzeichnungen bei mir heute 4k-Aufl\u00f6sung als Minimum haben und ganz \u00fcberwiegend bereits in 6k und 8k erfolgen, kann ich mir die Fotos sparen. F\u00fcr die Reisefotografie habe ich eine Auswahl aus 25 oder oft auch 50 hochaufl\u00f6senden Fotos jede Sekunde mit hoher Bit-Tiefe, die ich nur aus dem Videomaterial speichern muss.<\/p><p>Fotografen winken jetzt ab, zu Recht, denn fotografieren und filmen unterscheidet sich tats\u00e4chlich stark. Eine Videosequenz ist meist nicht statisch, sondern hat ein Start- und ein Endframe. Dazwischen ist oft Bewegung, bei mir meist minimal, weich, dezent und subtil. Die Konzentration des Kameramanns richtet sich auf die Sequenz. Der Fotograf konzentriert sich sehr stark auf den Zeitpunkt der Ausl\u00f6sung, auf den einen Moment. Das ist der wichtige und erhebliche Unterschied. Bildkomposition machen beide, der Filmer und der Fotograf. Der Filmer hat allerdings auch noch andere Gedanken im Kopf, zum Beispiel in Bezug auf den Ton, die Akustik, die Szene davor und danach.<\/p><p>Der Fotograf konzentriert sich auf den Moment, den Augenblick, in dem man sp\u00fcrt, dass eine Landschaft etwas erz\u00e4hlt. Ja, das ist der Punkt. Die hohe Kunst des Fotografen liegt darin, mit seinem Foto eine Geschichte zu erz\u00e4hlen. Die Street-Fotografie ist ein gutes Beispiel. Ich w\u00e4re \u00fcberfordert, wollte ich professionelle Film-Dokumentationen erstellen und gleichzeitig noch hochwertige Fotos. F\u00fcr mich ist klar, das geht nicht zusammen.<\/p><p><strong>Sie hat sich ver\u00e4ndert und ist gewachsen \u2013 Meine Webseite<\/strong><\/p><p>Vielleicht ist das der Grund, warum meine Website sich im Laufe der Jahre ver\u00e4ndert hat. Sie begann als Fotoarchiv. Heute ist sie eher so etwas wie eine Werkstatt. Ein Ort, an dem Bilder, Filme, Musik und Gedanken zusammenfinden. Keine perfekte Galerie.<\/p><p>Eher ein offenes Notizbuch eines visuellen Beobachters. Und vielleicht ist das sogar besser so. Denn Landschaften sind keine statischen Bilder. Sie sind Bewegung, Licht, Zeit und Stimmung. Und genau das versuche ich inzwischen einzufangen.<\/p><p>Und nun ist noch Musik dazugekommen, genau genommen Filmmusik.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-d95cc30 e-flex e-con-boxed e-con e-parent\" data-id=\"d95cc30\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-bada5d6 elementor-post-navigation-borders-yes elementor-widget elementor-widget-post-navigation\" data-id=\"bada5d6\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"post-navigation.default\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-post-navigation\" role=\"navigation\" aria-label=\"Beitrag Navigation\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-post-navigation__prev elementor-post-navigation__link\">\n\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/wernerwilmes.eu\/fotoblog\/die-marcellus-flut-von-1362-untergang-und-mahnung\/\" rel=\"prev\"><span class=\"post-navigation__arrow-wrapper post-navigation__arrow-prev\"><svg aria-hidden=\"true\" class=\"e-font-icon-svg e-fas-angle-left\" viewBox=\"0 0 256 512\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\"><path d=\"M31.7 239l136-136c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l22.6 22.6c9.4 9.4 9.4 24.6 0 33.9L127.9 256l96.4 96.4c9.4 9.4 9.4 24.6 0 33.9L201.7 409c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-136-136c-9.5-9.4-9.5-24.6-.1-34z\"><\/path><\/svg><span class=\"elementor-screen-only\">Zur\u00fcck<\/span><\/span><span class=\"elementor-post-navigation__link__prev\"><span class=\"post-navigation__prev--label\">Voriger<\/span><span class=\"post-navigation__prev--title\">Die Marcellus-Flut von 1362: Untergang und Mahnung<\/span><\/span><\/a>\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-post-navigation__separator-wrapper\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-post-navigation__separator\"><\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-post-navigation__next elementor-post-navigation__link\">\n\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-50f1f4d e-flex e-con-boxed e-con e-parent\" data-id=\"50f1f4d\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Foto oder Film \u2013 Eine Frage der Weltanschauung &#8211; Teil 1 Eine Serie in mehreren Teilen, interessant f\u00fcr Foto oder Film &#8211; Interessierte. Das Erlebte festhalten \u2013 Ein langer Weg Menschen \u00fcben sich schon seit Urzeiten darin, ihre Welt abzubilden. Sie haben Motive in Felsen gehauen, gemei\u00dfelt oder gemalt und ihre Techniken stets verbessert und [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":12941,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"elementor_header_footer","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[240,237,236,239,241,242,238],"class_list":["post-12940","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","tag-dokumentarfilm","tag-film","tag-foto","tag-fotografie","tag-historie","tag-ki","tag-weltanschauung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wernerwilmes.eu\/fotoblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12940","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wernerwilmes.eu\/fotoblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/wernerwilmes.eu\/fotoblog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wernerwilmes.eu\/fotoblog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wernerwilmes.eu\/fotoblog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12940"}],"version-history":[{"count":37,"href":"https:\/\/wernerwilmes.eu\/fotoblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12940\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":13183,"href":"https:\/\/wernerwilmes.eu\/fotoblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12940\/revisions\/13183"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wernerwilmes.eu\/fotoblog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/12941"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wernerwilmes.eu\/fotoblog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12940"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wernerwilmes.eu\/fotoblog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12940"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wernerwilmes.eu\/fotoblog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12940"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}