25. Halbmarathon Santa Pola 2014

19. Januar 2014

Knapp daneben, muss das Fazit lauten. Ich hatte so sehr gehofft, unter zwei Stunden laufen zu können. Aber mit 2:00:18 habe ich dieses Ziel  knapp verfehlt. Andererseits war wohl kaum mehr drin an diesem Tag, oder vielleicht doch? Es gab kein typisch schönes Spanienwetter. Saukalt war es morgens mit 2°. Die Temperatursäule kletterte im Laufe des Rennens auf maximal nur 12 ° Celsius. Schlimmer noch der permanente Regen. Wer Spanien kennt weiß, dass sie hier gute Straßen haben, wenn es trocken ist. Bei Nässe bilden sich überall große Pfützen und kleine Seen. Da durchzulaufen kostet Kraft und Tempo.

Dennoch, ich bin zufrieden, denn ich konnte über die gesamte Distanz so einigermaßen ein gleichmäßiges Tempo halten. Ganz zum Schluss gab es ein paar kleine Speed-Dellen. Und dann bin ich ein Opfer meiner eigenen Marschtabelle geworden. Die war auf 21 km und 1:59:00 ausgelegt. Als es knapp wurde auf den letzten drei Kilometern, kalkulierte ich im Kopf meine Reservesekunden. Schön doof, dass ich nicht an die letzten 95 Meter gedacht habe. Dieser Lapsus fiel mir erst nach der Ziellinie auf. Wer weiß, vielleicht hätte ich noch ein paar Körner gefunden, wäre mir der Rechenfehler vorher bewusst gewesen.

Santa Pola gilt als der beste Halbmarathon Spaniens.

Aber es hat dennoch riesigen Spaß gemacht. Gut 9.300 Läufer waren am Start und enorm viel Publikum, trotz widriger Bedingungen. Überall gab es Musikgruppen, Cheerleader, Trommler und sogar eine Rockband, die über die volle Distanz gerockt hat. Da war richtig was los in Santa Pola. Das Feuerwerk am Start und zu voller Lautstärke aufgedreht: Die Richard-Strauß-Overtüre "Also sprach Zarathustra". Wow, dass ging mir unter die Haut und sorgte für ein paar Ergriffenheitstränen. Es ist immer wieder emotional bewegend, in so einem Starterfeld zu stehen. Wer das nicht kennt, kann es vielleicht nicht nachvollziehen. Aber alleine dafür lohnt der ganze Trainingsaufwand. Der Moment, kurz bevor es losgeht, nimmt mich immer völlig in den Bann.

Ich hatte das ganze Rennen das Gefühl, immer wieder zu überholen. Dass ich auch mal überholt wurde, habe ich ignoriert. Erst bei Kilometer 17 spürte ich das hohe Tempo und ich merkte, dass es eng werden würde mit meinem Zeitziel. Ungemütlich war es dann nach der Ziellinie, denn es dauert schon seine Zeit, bis man durch die Endabfertigung ist. Bei Regen und Kälte ist das nicht so witzig. Schnell war ich dann aber im Parkhaus, um warme, trockne Klamotten anzuziehen. Mit Regenschirm bewaffnet bin ich dann auf die Suche nach Tommy gegangen, der nach 2:33:14 im Ziel war. Fotos gibt es leider kaum, denn wir hatten keine Groupies dabei. Als der Regen einsetzte, wurde es schwierig und ich wollte die Digicam nicht mit auf die Strecke nehmen. Aber für den Halbmarathon in Berlin Ende März ist der Einsatz von Videotechnik geplant.
 
2° C am frühen Morgen um 8:30 Uhr.
Der Start-Ziel-Bereich
 



Sport      Photoblog