2. 10k-Int. Villa de Santa Pola 2014

29. Juni 2014

10 Kilometer in der Sommerhitze

Das hat Spaß gemacht. Santa-Pola hat seit einem Vierteljahrhundert den beliebtesten Halbmarathon Spaniens, aber den 10-km-Lauf haben sie erst zum zweiten Mal durchgeführt, ausgeschrieben als internationaler Wettbewerb. Normalerweise gibt es bei solchen Läufen in Spanien nicht so hohe Teilnehmerzahlen, aber in Santa Pola ist das anders. Die Stadt ist sportbegeistert und so ließen sich 3.328 Akteure mitten in Spaniens Sommerhitze mobilisieren. Der gesamte Rahmen hatte einen fröhlichen Volksfest-Charakter. Erstaunlich viele Zuschauer säumten die Strecke, auch Musikgruppen waren dabei. Das hatte ich so nicht erwartet.

Ich hatte mich zu weit hinten eingereiht und deshalb nach dem Start echte Schwierigkeiten bei der Enge andere Läufer zu überholen. Nach 700 Metern hatte ich einen Schnitt von 5:40/Km, unter 5:30 wollte ich bleiben. Aber bald hatte ich das aufgeholt. Mein gutes Training der letzten Wochen zahlte sich jetzt aus. Wie schon in La Nucia konnte ich mein Tempo sehr gleichmäßig durchziehen und sogar in der zweiten Rennhälfte sogar noch etwas zulegen. Die Folge war, dass ich bis ins Ziel stets andere Läufer überholen konnte, was natürlich viel mehr Spaß macht, als sich überholen zu lassen. Während des Laufes war die Sonne untergegangen und die Lichtstimmung wechselte in die schöne Stadtbeleuchtung.

Auf der langen Zielgeraden stand das Publikum dicht gedrängt applaudierend und feuerte die Läufer im Schlußspurt an. Ich war nach 54:19 Min im Ziel und damit bei 31° Sommerhitze sehr zufrieden. Mein Lauf war perfekt an meiner Leistungsgrenze ausgelegt mit gleichmäßigem Speed ohne Einbruch bis zum Schluß. Im Ziel hatte ich das Gefühl, zeitlich nichts liegen gelassen zu haben.

Platz 1.975 (von 3.328), Platz 38 in meiner Altersklasse.
 
Die Sonne steht schon tief. Santa Pola hat einen sehr großen Fischereihafen.
Noch gähnende Leere auf der Zielgeraden.
Schöner Kaktus.
Santa Pola gefällt mir. Hier bin ich schon oft mit Flossen und Schnorchel ausgestattet zur Insel Tabarca gefahren.
Mit den Touristen-Katamaranen ist man in einer halben Stunde dort. Ein Paradies für Schnorchler.
Ein bisschen warm machen bei noch 32°.
Ameisen ärgern.
Das gibt`s doch nicht: Brasilien hat einen Elfmeter verschossen.
Der Start ist erfolgt. 3.328 Läufer gehen auf die Strecke.
Die Spitze kommt bei Km 4,5.
Etwas später bin ich auch an der Stelle.
Der Zielbereich am Castillo.
Geschafft.
Witzig, die Starterliste. Der spätere Sieger (Startnummer 25) steht nur 4 Plätze über meinem Eintrag.
Im Ziel sah das dann etwas anders aus.
Aber der junge Mann hat ja auch 40 Jahre weniger auf dem Buckel.



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