34. Berliner Halbmarathon 2014

30. März 2014

Die Bedingungen hätten besser nicht sein können. Warme 17°, Sonne, kaum Wind und eine wunderbare Atmosphäre. 32.457 Sportler waren am Start (29.114 Läufer). Doch schon in den letzen zwei Wochen war mit meiner Leistung etwas nicht in Ordnung, vor allem fehlte es mir an Geschwindigkeit. Daher war ich schon am Start sehr skeptisch, ob es mit meinem Ziel, unter 2 Stunden zu laufen, heute funktionieren würde.

Bereits nach 19 Minuten war ich auf der Startlinie. Zügig ging es auf die Karl-Liebknecht-Straße. Nur wenige Zuschauer waren dort, so dass einige Läufer anfingen, die wenigen Passanten anzufeuern. Am Brandenburger Tor waren schon viel mehr Leute am Streckenrand. Es ist ein erhebendes Gefühl, durch dieses symbolträchtige Bauwerk zu laufen. Bald war die Siegessäule erreicht. Ich hatte mein Tempo bereits reduziert, da ich zu schnell angegangen war (5:17 auf dem ersten Kilometer). Schon am Ernst-Reuter-Platz spürte ich, dass ich heute schwere Beine haben würde. Etwas später am Rathaus Charlottenburg sah ich meine Tochter Sabrina, die ein paar Meter mit mir mitlief. Dort war ich noch in meiner Planzeit, aber auch ganz sicher, dass es heute mit dem Knacken der 2-Stunden-Marke sicher nichts werden würde.

Ab dem Charlottenburger Schloß waren zu beiden Seiten der Laufstrecke die Zuschauerreihen geschlossen und die Stimmung super. Bei Kilometer 12 entschloss ich mich endgültig es einfach laufen zu lassen und verabschiedete mich von meiner Zielzeit. So genoß ich nun diesen Lauf bei prächtigem Sonnenschein. Es ging den Ku-Damm entlang, vorbei an der Gedächtniskirche Richtung Urania. Schon hier waren meine Beine schwer, völlig ungewöhnlich für mich bei Kilometer 15. Aber es gibt wohl solche Tage.

Bald war der Potsdamer Platz erreicht. Ein Rechtsknick führte dann die Läuferschlange zur Kochstraße. Ehrlich, zwei Kilometer vorm Ziel, den Fernsehturm schon im Blick, wäre ich am liebsten stehen geblieben. Das hatte ich nicht erwartet, dass ich mich hier so quälen muss. Aber ein Indianer kennt keinen Schmerz, also habe ich mich zur Karl-Marx-Allee geschleppt.

2:06:38

Das war keine Glanznummer, aber dennoch ein wundervoller Tag. Am nächsten Morgen hatte ich leichte Halsschmerzen. Wer weiß, aber gut möglich, dass ich bei diesem Halbmarathon etwas mitgeschleppt habe. Platz 10.519 von 29.114 Läufern, das ist auch nicht so schlecht.

Ein Lob den Berlinern, den vielen Helfern und dem SCC. Die Organisation war perfekt, mega-professionell, besser kann man es nicht machen.
 
Berlin Alexanderplatz um 9 Uhr 12.
Startblock E  (Blöcke A-F)
Die großzügig bemessene Blockeinteilung ermöglicht einem, sich dort noch gut warm zu laufen.
Noch 30 Minuten bis zum Start.
Die Sonne strahlt zwar schon, aber ein wenig Stauwärme unter dem Plastikhänger tut gut.
Los gehts. 32.000 Sportler machen sich auf den Weg.
Kurz nach dem Start, noch frisch und schnell.
Gut 20 Kilometer später ein anderes Bild. Es war nicht mein Tag, dieser Lauf war schwer.
Es schmeckt schon wieder - Energie für Werner
Ein alkoholfreies Erdinger-Weizen, spendiert im Zielbereich.
 



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